
Rauschen und Einschlafgeräusche
Was Studien und Fachstellen sagen
Ob gleichmäßiges Rauschen beim Schlafen hilft, ist wenig untersucht, und Fachleute sind uneins. Eine Auswertung mehrerer Studien fand bei Kindern bis drei Jahren mehr Schlaf über den ganzen Tag; die Studien sind aber klein und uneinheitlich (Ding 2025). Eine Übersicht weist darauf hin, dass dauerhaftes, lauteres Rauschen die Entwicklung belasten könnte, leises dagegen eher nützen kann (De Jong 2024).
Lautstärke und Abstand
Messungen zeigen, dass viele Schlafgeräte auf höchster Stufe sehr laut werden (Hugh 2014). In einer weiteren Messung blieben auf niedrigster Stufe alle Geräte und Apps unter der Arbeitsschutzgrenze; auf höchster Stufe lagen viele darüber, wenn sie 10 cm entfernt standen wie im Bett, ab 30 cm keines mehr (Hong 2021). Die Forschenden schlagen deshalb vor: leise, nie die höchste Stufe, nicht ins Bett, mindestens 30 cm Abstand und ein Timer. Mondzeit begrenzt die Lautstärke und blendet die Geräusche von selbst aus; wie laut es am Ende wird, hängt auch von der Lautstärke des Handys ab.
Bei Sorgen
Fachleute empfehlen, sich bei Sorgen an die Kinderärztin, den Kinderarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu wenden – in Deutschland unter 116117.
Quellen
- Ding u. a. 2025: Rauschen und Schlaf (Auswertung mehrerer Studien)
- De Jong u. a. 2024: Dauerhaftes Rauschen im Schlaf und kindliche Entwicklung (Übersicht)
- Hugh u. a. 2014: Lautstärke von Baby-Schlafgeräten
- Hong u. a. 2021: Lautstärke von Rauschgeräten und Apps nach Abstand
Allgemeine Information, kein Ersatz für ärztlichen Rat.
Stand der Quellen: November 2026