Zum Inhalt springen
App-Symbol von MondzeitMondzeit
Gemalter Himmel: der Mondzeit-Mond mit Zipfelmütze schläft auf einem offenen Buch.

Von 3 auf 2 auf 1 Tagschlaf: wann der Wechsel kommt

Irgendwann passt ein Tagschlaf nicht mehr in den Tag. Wann Kinder in Studien von drei auf zwei und von zwei auf einen Tagschlaf wechseln, warum die Übergänge holprig sein können und wie Mondzeit damit rechnet.

Wie sich der Tagschlaf verändert

Mit dem Alter schlafen Kinder tagsüber weniger, nachts bleibt der Schlaf ähnlich lang. In App-Daten von über 175.000 Babys sank der Schlaf in 24 Stunden zwischen 3 und 18 Monaten von im Schnitt 14,8 auf 12,5 Stunden – fast nur, weil der Tagschlaf kürzer wurde, von 226 auf 101 Minuten. Die Zahl der Tagschläfe ging dabei von knapp vier auf einen zurück (Paavonen 2026). Die Zürcher Langzeitstudie beschreibt dasselbe: Im ersten Jahr nahm der Tagschlaf ab, der Nachtschlaf wurde bis zum ersten Geburtstag sogar etwas länger (Iglowstein 2003).

Wichtig: Die großen Zahlen aus App-Daten sind Durchschnittswerte. Die Forschenden betonen, wie verschieden Kinder sind, und dass sich solche Unterschiede früh zeigen und lange bleiben (Paavonen 2026).

Von drei auf zwei Tagschläfe

Ein festes Alter für diesen Wechsel nennt keine Studie. In App-Daten von 841 Kindern bildeten sich zwischen drei und sieben Monaten meist zwei Tagschläfe von etwa anderthalb Stunden und eine Nacht von etwa zehneinhalb Stunden heraus (Mindell 2016). In einer amerikanischen Langzeitstudie waren zwei Tagschläfe mit 9 bis 12 Monaten fest eingespielt (Weissbluth 1995).

Mondzeit rechnet von vier bis sechs Monaten mit drei Tagschläfen und ab sechs Monaten mit zwei. Das sind Startwerte; macht euer Kind etwas anderes, lernt die App das aus euren Einträgen.

Von zwei auf einen Tagschlaf

Aus zwei Tagschläfen wurde in der Langzeitstudie von Weissbluth meist zwischen 15 und 24 Monaten ein einzelner Schlaf am Nachmittag (Weissbluth 1995). In den App-Daten von Paavonen und de Bie machten Kinder mit 18 Monaten im Schnitt noch einen Tagschlaf (Paavonen 2026). Dass Kinder in diesem Alter ganz aufhören, ist selten: In der Zürcher Studie schliefen mit anderthalb Jahren noch 96 % tagsüber (Iglowstein 2003).

Mondzeit rechnet ab 15 Monaten mit einem Tagschlaf. Wer noch zwei macht, stellt die Zahl in der App ein; die Wachzeiten passen sich dann an.

Warum Übergänge holprig sein können

Fällt ein Tagschlaf weg, werden die übrigen länger. In den App-Daten holten die verbleibenden Tagschläfe bei den frühen Wechseln etwa 88 bis 89 % des weggefallenen Schlafs wieder auf, beim Wechsel von zwei auf einen nur etwa 79 % (Paavonen 2026). In dieser Zeit schlafen Kinder tagsüber also oft etwas weniger als vorher.

Tag- und Nachtschlaf hängen zusammen: In einer Studie aus Québec hatten Kinder mit mehr Tagschlaf im selben Alter etwas weniger Nachtschlaf, sowohl mit 5 als auch mit 17 Monaten (Fréchette-Boilard 2026). Kinder, die noch gewohnheitsmäßig mittags schliefen, gingen in einer Studie abends später ins Bett und brauchten länger zum Einschlafen als Kinder ohne Mittagsschlaf (Akacem 2015).

Wie lang der eine Mittagsschlaf ist

Bleibt nur noch ein Tagschlaf, wird er länger. In der Langzeitstudie von Weissbluth dauerte der Mittagsschlaf zwischen zwei und sechs Jahren am häufigsten zwei Stunden (Weissbluth 1995). Mondzeit rechnet ab 15 Monaten am Anfang mit etwa zwei Stunden und lernt dann, wie lange euer Kind wirklich schläft. Endet der Mittagsschlaf zu spät, schlägt die App vor, ihn so zu beenden, dass bis zur Nacht noch genug Wachzeit bleibt; dieser Abstand ist ein Erfahrungswert.

Tagschlaf in der Kita

Auch die Betreuung spielt mit: In einer australischen Studie mit Kindern von 1 bis 4½ Jahren schliefen jüngere Kinder an Kita-Tagen etwas seltener als an Tagen zu Hause; die Forschenden vermuten feste Schlafzeiten in der Kita als Grund (Normore 2026). In Mondzeit könnt ihr Kita-Tage eintragen; Schläfe in der Kita zählen beim Lernen nicht mit.

Und der letzte Tagschlaf?

Den letzten Tagschlaf geben Kinder viel später auf: Weniger als 2,5 % hören vor dem zweiten Geburtstag ganz auf, bis fünf Jahre haben 94 % aufgehört (Staton 2020). Mehr dazu im Artikel über den Mittagsschlaf.

Häufige Fragen

Wann wechseln Babys von drei auf zwei Tagschläfe?

Ein festes Alter gibt es nicht. In App-Daten bildeten sich zwischen drei und sieben Monaten meist zwei Tagschläfe heraus (Mindell 2016); mit 9 bis 12 Monaten waren sie in einer Langzeitstudie fest eingespielt (Weissbluth 1995).

Wann wechseln Kinder von zwei auf einen Tagschlaf?

In einer Langzeitstudie meist zwischen 15 und 24 Monaten (Weissbluth 1995). In großen App-Daten machten Kinder mit 18 Monaten im Schnitt einen Tagschlaf (Paavonen 2026).

Schläft ein Kind während des Wechsels weniger?

Oft etwas. Die übrigen Tagschläfe werden länger, holten in App-Daten beim Wechsel von zwei auf einen aber nur etwa 79 % des weggefallenen Schlafs wieder auf (Paavonen 2026).

Wie lang ist der Mittagsschlaf, wenn nur noch einer bleibt?

In einer Langzeitstudie dauerte der Mittagsschlaf zwischen zwei und sechs Jahren am häufigsten zwei Stunden (Weissbluth 1995).

Schlafen Kinder in der Kita seltener tagsüber?

In einer australischen Studie schliefen Kinder unter etwa zwei Jahren an Kita-Tagen etwas seltener als zu Hause (Normore 2026).

Bei Sorgen

Fachleute empfehlen, sich bei Sorgen an die Kinderärztin, den Kinderarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu wenden – in Deutschland unter 116117.

Quellen

Allgemeine Information, kein Ersatz für ärztlichen Rat.

Stand der Quellen: November 2026